Wie sich die Psyche in unangenehmen Körperreaktionen zeigt

Was wir als Psyche bezeichnen, sind die unwillkürlichen Reflexe unseres Körpers auf subjektiv unangenehme und bedrohliche Wahrnehmungen und Vorstellungen. Unangenehm und bedrohlich ist, wenn unser Weltbild, unsere Rolle, Erziehung und unsere Ziele in Konflikt zu unseren tatsächlichen Erfahrungen mit anderen Menschen stehen und wir keinen Einfluss haben oder zu haben scheinen.

Unter diesen Voraussetzungen werden reflexhaft Stresshormone in den Blutkreislauf ausgeschüttet, die verschiedene Organreaktionen hervorrufen.

Beispielsweise wird in der Leber gelagerter Blutzucker in die Blutbahn freigesetzt, damit der Körper Energie hat, das Unangenehme zu bewältigen. Weil eine zu hohe Konzentration von Blutzucker zu Bewusstlosigkeit führen kann, schüttet die Bauspeicheldrüse Insulin aus, um den Blutzuckerspiegel zu senken das Bewusstsein zu erhalten. Dadurch wird weniger GABA, der am meisten beruhigende Neurotransmitter in unserem Körper, produziert. Dieser Prozess führt zu einer Zunahme von Erregung/Aufregung im Körper. So lösen Stresshormone Erregung aus.

Stresshormone im Blut führen zu einer Verminderung der B-Lymphozyten, einem wesentlichen Bestandteil des Immunsystems. In der Folge kränkeln wir häufiger, u.a. bei Infektionen durch Viren und Bakterien.

Stresshormone erhöhen die Geschwindigkeit der Verdauung, weil der Körper die Energie aus der Nahrung zur Bewältigung von unangenehmen und bedrohlichen Situationen schneller nutzen möchte. Die vermehrte Magensäurebildung kann die Magenschleimhaut verletzten und zu entsprechenden Magenbeschwerden führen.

Neben vielen anderen Effekten führen Stresshormone zu einer Verminderung der Durchblutung des präfrontalen Cortex, ein kleiner Gehirnbereich zwischen Schläfen und Stirn. Darauf reagiert unser Körper mit erhöhtem Blutdruck, der Puls wird schneller, die Atmung flacher. Schweiß bildet sich u.a. an Händen, Achseln und der Stirn. Der Hals wird trocken und die Augen sehen nicht mehr scharf. Unser Körper befindet sich in Gefahr.

Vom präfrontalen Cortex steuern wir unser Leben willentlich mit klarem Denken. Bei verminderter Durchblutung im präfrontalen Cortex empfinden wir Anspannung, schlechte Körpergefühle und schlechte Gefühle. Wir haben Katastrophenszenarien im Kopf, die Vorstellung von einem Ende, das nicht greifbar ist. Das Leben ist anstrengend, und wir versuchen uns meistens mit Druck aus der ausweglos scheinenden Lage heraus zu manövrieren – aber diese Vorgehensweise führt nur weiter in die psychische Hölle.

Die oben beschriebenen Zustände sind die Folgen von überwiegend reflexhaft ausgeschütteten Stresshormonen.

Es ist für Jeden nachvollziehbar, dass es eine große Anzahl von Arzneimitteln im Handel gibt, die diese Reflexe unseres Körpers auf unangenehme oder bedrohliche Vorstellungen und Wahrnehmungen behandeln sollen. Die ursächlichen Reflexe bleiben aber bestehen, sie werden durch diese Arzneimittel lediglich unterdrückt.

Was Sie selbst tun können, ist, Entspannung finden. Ob durch das Hören von angenehmer Musik, Qi Gong, Yoga, Gebet, Meditation oder Fitness -- ist eine individuelle Entscheidung.

Wenn Sie alleine nicht weiterkommen, kann meine psychologische Beratung Ihnen meistens in kurzer Zeit dabei helfen, die Auslöser für alle diese und viel andere körperliche Beschwerden zu neutralisieren. Dann werden keine Stresshormone in den Blutkreislauf Ihres Körpers ausgeschüttet, und Sie können ein stressresistentes Leben führen, ohne die oben beschriebenen störenden Symptome.